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Pfotenprobleme bei Hunden

Published on
May 6, 2024
Author:
Dr. Franz Spitzer
Updated:
May 6, 2024
Reading Time:
6 min

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Inhaltsübersicht:

Einleitung

Beschwerden mit den Pfoten gehören zu den häufigsten Begleiterscheinungen von Hunden, deren Halter aufgrund von Juckreiz, Allergie, Unverträglichkeiten, Ohrenentzündungen oder auch sämtlichen Magen-Darm-Beschwerden zu uns kommen.

Sie äußern sich in ständigem Nagen und Beißen des Hundes zwischen den Zehen, Entzündungen des Nagelbetts, Haarausfall, Läsionen an den Ballen („offene Pfote“), entzündeter Zwischenzehenhaut oder auch eitrig/blutig entzündeten Liegeschwielen.

Dieser Artikel ist vor allem dann für dich äußerst relevant, wenn die Pfoten deines Lieblings ungefähr so aussehen:

Allgemeiner Überblick

Es gibt im wesentlichen 3 Kategorien von Pfotenproblemen, die sich nach meiner Erfahrung in ihrer Häufigkeit ungefähr wie folgt aufteilen:

  1. Verletzungen (ca. 10 %) = eingetretene Glasscherbe, Grannen oder abgerissene Wolfskrallen
  2. Orthopädische Probleme (ca. 10%)
  3. Pfotenprobleme als Begleiterscheinung einer allgemeinen Dynamik im gesamten Körper ( 80%! )

Die ersten beiden möchte ich hier nur der Vollständigkeit halber erwähnt haben, da sie je nach Schweregrad ein Fall für den TA vor Ort sind, vor allem wenn Fremdkörper entfernt oder Wunden chirurgisch versorgt werden müssen. Wir werden uns hier daher mit Kategorie Nr. 3 beschäftigen.

Einordnung ins große Ganze – Ursachen

Mein Anliegen mit diesem Artikel ist es deutlich zu machen, dass der überwiegende Großteil an Pfotenproblemen KEIN Fall für den Tierarzt vor Ort sind und auch nicht mit Antibiotika oder Kortison-Präparaten behandelt werden können, zumindest nicht mit langfristigem Erfolg. Und zwar weil sie Teil einer größeren Dynamik im ganzen Körper sind, die nur an dieser Körperstelle zu Tage tritt aus Gründen auf die ich gleich noch genauer eingehen werde.

Anders ausgedrückt:
Pfotenprobleme sind in den meisten Fällen KEIN örtlich begrenztes Geschehen, sondern sie sind vergesellschaftet mit z.B. Durchfall, Futterunverträglichkeiten, Ohrenentzündungen, Allergien oder Hautproblemen aller Art incl. Juckreiz. Folglich können die Pfoten nur dann wirklich abheilen, wenn sie ganzheitlich unter Einbeziehung des gesamten Körpers betrachtet und dann auch ganzheitlich behandelt werden.

Erklärung – Warum ist das so?

An dieser Stelle ist zuerst mal wichtig festzuhalten, dass es sich bei den Krallen, dem Nagelbett, den Ballen und nicht zuletzt auch den Haaren um sogenannte Hautanhangsorgane handelt, die sich durch Zelldifferenzierung aus der Haut heraus bilden und erneuern. Diese Hautanhangsorgane sind immer dann betroffen, wenn es um die Haut insgesamt auch nicht zum Besten bestellt ist, denn die Hautanhangsorgane können immer nur so gesund sein, wie es ihr Ursprung, also die Haut, ist bzw. zulässt.

Wer als Halter die Pfotenprobleme seines Hundes langfristig heilen will, kommt also nicht umhin sich mit der allgemeinen Gesundheit seines Tieres insgesamt und der Hautgesundheit im Speziellen zu beschäftigen. Und damit sind wir auch beim Thema Pfoten wieder beim Darm angelangt, dem meistunterschätzten Organ des Körpers in der Medizin.

Der direkte Zusammenhang von Haut und Darm (und damit auch der indirekte Zusammenhang von Pfoten und Darm) ist im folgenden Video erklärt:

Es gilt also bis hierhin festzuhalten:
Wer die Pfoten seines Hundes dauerhaft heilen will, der muss zuerst die Haut heilen, und wer die Haut heilen will, der muss beim Darm ansetzen!

Warum sind die Pfoten überhaupt betroffen?

Zuerst mal dürfte das mit der beachtlichen mechanischen Beanspruchung im Rahmen der Bewegung zusammen hängen, der die Pfoten tagtäglich unterliegen. Diese intensive Beanspruchung erfordert umfangreiche Regenerations- und Neubildungsprozesse der Zellen, welche natürlich nur im Rahmen eines gesunden Stoffwechsels bzw. Körpermilieus adäquat erfolgen kann.

Des weiteren ist die Haut neben Leber, Niere und Darm ein sehr willkommenes Entgiftungsorgan, dessen Kapazität vom Organismus auch voll ausgeschöpft wird. Wenn körperfremde Substanzen / Schadstoffe ( wie z.B. chemische Medikamente, Impfungen oder Spot-Ons) wieder ausgeschieden werden müssen, bedient sich der Körper notgedrungen auch der Haut.

Denn über die kontinuierlich nach außen abgestoßenen Zellschichten der Haut (=Schuppen) können eingelagerte Schadstoffe langsam aber beständig in die Außenwelt abgegeben werden. Dieser Prozess ist allerdings nicht nur in seiner Kapazität limitiert, sondern er bringt es zwangsläufig auch mit sich, dass die in die Hautzellen eingelagerten Schadstoffe vor ihrer Abschilferung noch das umliegende Gewebe reizen bzw. schädigen können, was vom Tier als Juckreiz empfunden wird. Daher auch das ständige Nagen und Knabbern zwischen den Zehen das mitunter bis hin zur Selbstverstümmelung geht.

Schließlich ist zu berücksichtigen, dass sich der Körper immer nach Priorität heilt. Das heißt er kümmert sich zuerst um die lebenswichtigen Organe wie Herz, Gehirn oder Leber im Körperinneren und „vergisst“ dabei gerne die für das Überleben nur zweitrangigen Pfoten. Die Situation ist vergleichbar mit der Regulation der Körperwärme im Winter – während die Hände und Füße oft kalt und weniger stark durchblutet sind, wird der Körperstamm mit den lebenswichtigen Organen niemals vernachlässigt. Denn eine Unterversorgung von Herz, Lunge oder Gehirn kann direkt tödlich sein, eine Unterversorgung der Pfoten macht sich hingegen erst später bemerkbar. Man könnte sagen der Organismus spielt notgedrungen auf Zeit.

Zu guter Letzt: Dass chemische (Fußboden)Reiniger, ätzende Straßenstreu im Winter oder Spritzgifte auf den Feldern des täglichen Gassigangs ihr übriges tun und wie der sprichwörtliche letzte Tropfen fungieren, ist inzwischen sicherlich einleuchtend. Vor allem da ein Hund keinerlei schützendes Schuhwerk trägt und Pfoten sowie Haut durch den Kontakt mit sämtlichen Schadstoffen unmittelbar gereizt werden.

Was tun – Gegenmaßnahmen

Die notwendigen Maßnahmen um Pfotenproblemen zu begegnen sind aufbauend auf den geschilderten Zusammenhängen gleichermaßen umfangreich wie logisch.

Sie setzen vorne bei der Vermeidung von sämtlichen chemischen Fremdstoffe an. Gehen weiter beim Aufbau des Darms (Ernährung, Darmsanierung, Milieuoptimierung). Beinhalten eine behutsame Entgiftung des Körpers und schließen natürlich auch bestimmte Alltagspraktiken und Gewohnheiten des Halters im Bezug auf Reinigung und Hygiene nicht aus.

Die Prognose von Pfotenproblemen ist jedoch aufgrund der außerordentlichen Regenerationsfähigkeit der Haut auch in sehr fortgeschrittenen Krankheitsverläufen immernoch als gut zu bezeichnen.

Wenn der Halter ganzheitlich konsequent alle Punkte umsetzt, sind Heilungsverläufe wie diese hier die logische Konsequenz.


Wer sich als Hundehalter ebenfalls auf einen ganzheitlichen und chemiefreien Weg begeben möchte, kann sich hier gerne einen Termin bei mir und meinem Team buchen.

Beste Grüße
Tierarzt Dr. Franz

PS: Guck dir bitte auch noch dieses Interview an. Denn der Zusammenhang von den Pfoten mit dem ganzen Körper war auch Alexandra & Karsten lange Zeit nicht klar. Heute ist ihr Briard kerngesund.

FAq

Häufig gestellte Fragen

1. Wie soll das ganze online überhaupt funktionieren?

Unter Frage 4 sind alle akuten Beschwerden & Schmerzzustände aufgezählt, bei denen ein direktes physisches Eingreifen am Körper deines Hundes durch einen Tierarzt vor Ort wirklich notwendig ist.

Bei allen anderen dort nicht aufgeführten Symptomen (insbesondere dann wenn diese einen chronischen Verlauf angenommen haben) bringt der Eingriff vor Ort nachweislich KEINE nachhaltige Heilung!

Es werden dort lediglich Symptome unterdrückt bzw. Krankheiten “verwaltet” und was dabei immer fehlt, ist die Aufklärung über die Krankheits-Ursachen – und genau diese Aufklärung ist sehr gut online, also fernmündlich möglich.

Durch die ausführliche Anamnese, den individuellen Schritt-für-Schritt-Plan und die Zusammenarbeit über einen längeren Zeitraum können wir dir und deinem Hund nachweislich besser helfen, als wenn wir ihn physisch anfassen würden! Über Bilder/Videos und Befragungen erhalten wir alle dafür nötigen Informationen.

Da wir ausschließlich online arbeiten hast du auch die Möglichkeit uns von überall zu erreichen und täglich Antworten auf deine Fragen zu bekommen.

Ausserdem ist dein Hund nicht dem erheblichen Stress ausgesetzt, der jedes Mal mit dem Besuch einer TA-Praxis verbunden ist.

3. Ich barfe bereits. Geht es im Programm nur um Ernährung?

Ernährung ist ein Baustein im Regenerationsprozess, nur längst nicht der Einzige oder Wichtigste. Wir haben in unserem Coaching 6 zentrale Punkte definiert, die zum Thema Hundegesundheit erfahrungsgemäß unabdingbar sind. Demnach braucht es deutlich mehr als nur Ernährung.

5. Wie lange dauert die Zusammenarbeit?

Genau wie eine Pflanze nicht schneller gedeiht oder ein Kind nicht schneller aufwächst, nur weil der Mensch das möchte, so braucht auch die Heilung deines Hundes vor allem Zeit und Geduld.

Je nach Symptomatik, Chronizität, bisheriger Medikamentengabe, Alter des Hundes und auch der Mitarbeit bzw. Umsetzung durch den Halter dauert die körperliche Regeneration deines Hundes erfahrungsgemäß zwischen 3-6 Monate, in schweren Fällen mitunter auch länger.

Letztlich spielen noch viele weitere Faktoren in die Regeneration mit hinein. Wir halten uns daher immer an den eisernen Grundsatz: ” Das Tempo gibt dein Hund vor.”

7. Mein Hund hat momentan noch keine Symptome.
Macht eine Teilnahme trotzdem Sinn?

Auf jeden Fall. Bevor der Körper Symptome zeigt, vergeht eine längere Zeit, in der der Organismus deines Hundes im Rahmen seiner Möglichkeiten versucht sich selbst zu heilen. Nur wenn dies nicht mehr gelingt und die Regulations- bzw. Regenerationsprozesse im Körper überlastet sind, kommt es zu Symptomen.

Demnach sollte dein Hund nicht erst sichtbare Anzeichen zeigen, bevor du tätig wirst. Der Gedanke der Prophylaxe ist ein zentraler Baustein unserer Arbeit um deinem Hund (und dir) ggf. eine Menge Leid zu ersparen.

2. Könnt ihr helfen wenn mein Partner skeptisch ist?

Auch wenn dein Partner skeptisch ist, steht einer Zusammenarbeit erst mal nichts im Wege, mit einer einzigen Ausnahme: Er/sie darf nicht kategorisch dagegen sein!

Wir Menschen haben oft eine andere Meinung als unsere Mitmenschen und auch oft als unser Partner. Beide Meinungen sind gleichermaßen valide.

Zu erkennen, dass beide Recht haben können, bedeutet eine ganz neue Möglichkeit und schafft neuen Raum für euch in eurer Partnerschaft!

Eine gewisse Skepsis ist durchaus gesund und über evtl. Sorgen & Ängste können wir gerne sprechen. Wir empfehlen immer den Partner um Vertrauen zu bitten! Damit hat er die Möglichkeit, sich ein eigenes Bild der Zusammenarbeit zu machen.
Ist einer von beiden wirklich kategorisch dagegen, nehmen wir jedoch unsererseits von einer Zusammenarbeit Abstand.

Wir wollen hier niemanden überzeugen, denn dieser Konflikt ist kein guter Begleiter für Heilung. Der Heilungsprozess benötigt immer eine gemeinsame Initiative und ein harmonisches Miteinander. Das kann ganz unterschiedlich aussehen und wie genau das besprechen wir individuell im gemeinsamen Gespräch.

4. Bei welchen akuten Beschwerden könnt ihr nicht unterstützen?

Bei den folgenden akuten Problemen ist eine medizinische Erstversorgung durch einen Tierarzt vor Ort unabdingbar:Unfälle, Knochenbrüche, Bisswunden & -verletzungen, Magendrehungen, Vergiftungen, Fremdkörper-Entfernung und Tumore/Krebs. Hier können wir im Nachgang beim Aufbau unterstützen.

Kastrationen und Impfungen (von denen wir allerdings abraten) sind logischerweise ebenfalls ein Fall für den Tierarzt vor Ort.

6. Kann ich auch aus dem Ausland teilnehmen?

Grundsätzlich ja. Die meisten unserer Teilnehmer kommen aus der D-A-CH Region. Die Teilnahme aus Luxemburg und Liechtenstein ist ebenfalls problemlos möglich.

Auf Grund der unterschiedlichen lokalen Gegebenheiten und Bedingungen in anderen Ländern kann es im Programm zu Umsetzungsschwierigkeiten kommen, da z.B. bestimmte Hilfsmittel nur schwer beschafft werden können.

Sollte eine vollumfänglichen Umsetzung des Programms aufgrund der ortsspezifischen Bedingungen am Wohnort des Interessenten nicht gegeben sein, sehen wir unter dem Leitbild des ehrbaren Kaufmanns unsererseits von einer Zusammenarbeit ab.

8. Wo genau ist jetzt deine Praxis bzw. wo muss
ich mit meinem Hund hinkommen?

Wir haben KEINE Praxis vor Ort und du musst mit deinem Hund nirgendwo hinkommen, um mit uns zusammen zu arbeiten!Der größte Vorteil dieser 100% Online-Tätigkeit ist unter Frage 1 erklärt. So kannst du ortsunabhängig zu regelmäßigen Zeiten für die Gesundheit deines Hundes sorgen. Das Konzept einer Praxis vor Ort wird dadurch komplett revolutioniert.

Durch unsere langjährige Erfahrung mit inzwischen über 1000 Hunden können wir dir versichern, dass es (außer bei den in Frage 4 spezifizierten Fällen) KEINEN körperlichen Kontakt zu deinem Hund braucht, damit wir euch unterstützen können.

Bist du bereit mit deinem Hund einen neuen Weg zu gehen?

Wir geben dir das nötige Wissen und alle erforderlichen Hilfsmittel an die Hand.

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Pfotenprobleme bei Hunden

Von
Dr. Franz Spitzer
Fakten geprüft von
Aktualisiert am   
19.12.2023
6 min
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Inhaltsübersicht:

Einleitung

Beschwerden mit den Pfoten gehören zu den häufigsten Begleiterscheinungen von Hunden, deren Halter aufgrund von Juckreiz, Allergie, Unverträglichkeiten, Ohrenentzündungen oder auch sämtlichen Magen-Darm-Beschwerden zu uns kommen.

Sie äußern sich in ständigem Nagen und Beißen des Hundes zwischen den Zehen, Entzündungen des Nagelbetts, Haarausfall, Läsionen an den Ballen („offene Pfote“), entzündeter Zwischenzehenhaut oder auch eitrig/blutig entzündeten Liegeschwielen.

Dieser Artikel ist vor allem dann für dich äußerst relevant, wenn die Pfoten deines Lieblings ungefähr so aussehen:

Allgemeiner Überblick

Es gibt im wesentlichen 3 Kategorien von Pfotenproblemen, die sich nach meiner Erfahrung in ihrer Häufigkeit ungefähr wie folgt aufteilen:

  1. Verletzungen (ca. 10 %) = eingetretene Glasscherbe, Grannen oder abgerissene Wolfskrallen
  2. Orthopädische Probleme (ca. 10%)
  3. Pfotenprobleme als Begleiterscheinung einer allgemeinen Dynamik im gesamten Körper ( 80%! )

Die ersten beiden möchte ich hier nur der Vollständigkeit halber erwähnt haben, da sie je nach Schweregrad ein Fall für den TA vor Ort sind, vor allem wenn Fremdkörper entfernt oder Wunden chirurgisch versorgt werden müssen. Wir werden uns hier daher mit Kategorie Nr. 3 beschäftigen.

Einordnung ins große Ganze – Ursachen

Mein Anliegen mit diesem Artikel ist es deutlich zu machen, dass der überwiegende Großteil an Pfotenproblemen KEIN Fall für den Tierarzt vor Ort sind und auch nicht mit Antibiotika oder Kortison-Präparaten behandelt werden können, zumindest nicht mit langfristigem Erfolg. Und zwar weil sie Teil einer größeren Dynamik im ganzen Körper sind, die nur an dieser Körperstelle zu Tage tritt aus Gründen auf die ich gleich noch genauer eingehen werde.

Anders ausgedrückt:
Pfotenprobleme sind in den meisten Fällen KEIN örtlich begrenztes Geschehen, sondern sie sind vergesellschaftet mit z.B. Durchfall, Futterunverträglichkeiten, Ohrenentzündungen, Allergien oder Hautproblemen aller Art incl. Juckreiz. Folglich können die Pfoten nur dann wirklich abheilen, wenn sie ganzheitlich unter Einbeziehung des gesamten Körpers betrachtet und dann auch ganzheitlich behandelt werden.

Erklärung – Warum ist das so?

An dieser Stelle ist zuerst mal wichtig festzuhalten, dass es sich bei den Krallen, dem Nagelbett, den Ballen und nicht zuletzt auch den Haaren um sogenannte Hautanhangsorgane handelt, die sich durch Zelldifferenzierung aus der Haut heraus bilden und erneuern. Diese Hautanhangsorgane sind immer dann betroffen, wenn es um die Haut insgesamt auch nicht zum Besten bestellt ist, denn die Hautanhangsorgane können immer nur so gesund sein, wie es ihr Ursprung, also die Haut, ist bzw. zulässt.

Wer als Halter die Pfotenprobleme seines Hundes langfristig heilen will, kommt also nicht umhin sich mit der allgemeinen Gesundheit seines Tieres insgesamt und der Hautgesundheit im Speziellen zu beschäftigen. Und damit sind wir auch beim Thema Pfoten wieder beim Darm angelangt, dem meistunterschätzten Organ des Körpers in der Medizin.

Der direkte Zusammenhang von Haut und Darm (und damit auch der indirekte Zusammenhang von Pfoten und Darm) ist im folgenden Video erklärt:

Es gilt also bis hierhin festzuhalten:
Wer die Pfoten seines Hundes dauerhaft heilen will, der muss zuerst die Haut heilen, und wer die Haut heilen will, der muss beim Darm ansetzen!

Warum sind die Pfoten überhaupt betroffen?

Zuerst mal dürfte das mit der beachtlichen mechanischen Beanspruchung im Rahmen der Bewegung zusammen hängen, der die Pfoten tagtäglich unterliegen. Diese intensive Beanspruchung erfordert umfangreiche Regenerations- und Neubildungsprozesse der Zellen, welche natürlich nur im Rahmen eines gesunden Stoffwechsels bzw. Körpermilieus adäquat erfolgen kann.

Des weiteren ist die Haut neben Leber, Niere und Darm ein sehr willkommenes Entgiftungsorgan, dessen Kapazität vom Organismus auch voll ausgeschöpft wird. Wenn körperfremde Substanzen / Schadstoffe ( wie z.B. chemische Medikamente, Impfungen oder Spot-Ons) wieder ausgeschieden werden müssen, bedient sich der Körper notgedrungen auch der Haut.

Denn über die kontinuierlich nach außen abgestoßenen Zellschichten der Haut (=Schuppen) können eingelagerte Schadstoffe langsam aber beständig in die Außenwelt abgegeben werden. Dieser Prozess ist allerdings nicht nur in seiner Kapazität limitiert, sondern er bringt es zwangsläufig auch mit sich, dass die in die Hautzellen eingelagerten Schadstoffe vor ihrer Abschilferung noch das umliegende Gewebe reizen bzw. schädigen können, was vom Tier als Juckreiz empfunden wird. Daher auch das ständige Nagen und Knabbern zwischen den Zehen das mitunter bis hin zur Selbstverstümmelung geht.

Schließlich ist zu berücksichtigen, dass sich der Körper immer nach Priorität heilt. Das heißt er kümmert sich zuerst um die lebenswichtigen Organe wie Herz, Gehirn oder Leber im Körperinneren und „vergisst“ dabei gerne die für das Überleben nur zweitrangigen Pfoten. Die Situation ist vergleichbar mit der Regulation der Körperwärme im Winter – während die Hände und Füße oft kalt und weniger stark durchblutet sind, wird der Körperstamm mit den lebenswichtigen Organen niemals vernachlässigt. Denn eine Unterversorgung von Herz, Lunge oder Gehirn kann direkt tödlich sein, eine Unterversorgung der Pfoten macht sich hingegen erst später bemerkbar. Man könnte sagen der Organismus spielt notgedrungen auf Zeit.

Zu guter Letzt: Dass chemische (Fußboden)Reiniger, ätzende Straßenstreu im Winter oder Spritzgifte auf den Feldern des täglichen Gassigangs ihr übriges tun und wie der sprichwörtliche letzte Tropfen fungieren, ist inzwischen sicherlich einleuchtend. Vor allem da ein Hund keinerlei schützendes Schuhwerk trägt und Pfoten sowie Haut durch den Kontakt mit sämtlichen Schadstoffen unmittelbar gereizt werden.

Was tun – Gegenmaßnahmen

Die notwendigen Maßnahmen um Pfotenproblemen zu begegnen sind aufbauend auf den geschilderten Zusammenhängen gleichermaßen umfangreich wie logisch.

Sie setzen vorne bei der Vermeidung von sämtlichen chemischen Fremdstoffe an. Gehen weiter beim Aufbau des Darms (Ernährung, Darmsanierung, Milieuoptimierung). Beinhalten eine behutsame Entgiftung des Körpers und schließen natürlich auch bestimmte Alltagspraktiken und Gewohnheiten des Halters im Bezug auf Reinigung und Hygiene nicht aus.

Die Prognose von Pfotenproblemen ist jedoch aufgrund der außerordentlichen Regenerationsfähigkeit der Haut auch in sehr fortgeschrittenen Krankheitsverläufen immernoch als gut zu bezeichnen.

Wenn der Halter ganzheitlich konsequent alle Punkte umsetzt, sind Heilungsverläufe wie diese hier die logische Konsequenz.


Wer sich als Hundehalter ebenfalls auf einen ganzheitlichen und chemiefreien Weg begeben möchte, kann sich hier gerne einen Termin bei mir und meinem Team buchen.

Beste Grüße
Tierarzt Dr. Franz

PS: Guck dir bitte auch noch dieses Interview an. Denn der Zusammenhang von den Pfoten mit dem ganzen Körper war auch Alexandra & Karsten lange Zeit nicht klar. Heute ist ihr Briard kerngesund.

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